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Forschungsinstitut für Musiktheater

Schloss Thurnau

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Erkenntnistransferprojekt „Wagnergesang im 21. Jahrhundert – historisch informiert“

Das zunächst auf drei Jahre angelegte, gemeinsame Projekt des Forschungsinstituts für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth und Concerto Köln widmet sich der Erforschung des historischen Wagnergesangs mit Mitteln der Künstlerischen Forschung. Gefördert wird das Projekt im „Erkenntnistransfer“-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Im Zentrum des Projekts, das offiziell am 1. Januar 2021 startet, steht die Frage danach, wie Sänger*innen des 21. Jahrhunderts im Rahmen der historisch informierten Aufführungen von Wagners Ring des Nibelungen, den Concerto Köln mit dem Dirigenten Kent Nagano im Rahmen der Wagner-Lesarten erarbeitet, Wagner singen können.

Das Projekt basiert dabei sowohl auf den Forschungen zum Aussprache-Ideal, die im Rahmen der Wagner-Lesarten durchgeführt wurden als auch auf dem Projekt „Stimme“ des fimt, das sich unter anderem ausführlich mit der Sängerin Wilhelmine Schröder-Devrient (1804 bis 1860) auseinander gesetzt hat, welche Wagner zeitlebens als sein sängerisches Ideal betrachtete. Die von Schröder-Devrient oft benutzten Extremmodi der Gesangsstimme (Sprechen, Flüstern, Schreien) werden ebenso als Grundlage verwendet werden, wie zeitgenössische Gesangs- und Schauspielschulen, welche Wagner als wichtig erachtete. Im Abgleich zu den um 1900 entstandenen Tonaufnahmen, welche einen historischen Zwischenschritt zum heutigen Wagnergesang darstellen, soll so versucht werden, möglichst viele Aspekte der historischen Aufführungspraxis als Material für eine heutige Aufführung zu rekonstruieren und benutzbar zu machen.

Methodisches Zentrum der Arbeit sind drei Workshops im Schloss Thurnau, dem Sitz des fimt, in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis, in denen mithilfe der Künstlerischen Forschung wissenschaftliche und künstlerische Ergebnisse kreiert und dokumentiert werden, welche dann im Idealfall Eingang in die – zunächst konzertanten  – Aufführungen des Ring des Nibelungen finden können.

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Verantwortlich für die Redaktion: Jonas Christian Würdinger

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