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ACT - Call for articles: „Musiktheater im institutionellen Wandel“

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Call for articles – Heft 9

Beharrungs- und Bewegungskräfte:
Musiktheater im institutionellen Wandel zwischen Musealisierung und neuen Formaten

Die bemerkenswerte und im internationalen Vergleich immer wieder bewunderte künstlerische Vielfalt der deutschsprachigen Theater- und Orchesterlandschaft bewegt sich zunehmend in einem Spannungsfeld zwischen dieser Bewunderung und einer tiefen Verunsicherung man spricht regelrecht von einer Krise. Dieser Krisendiskurs, der im Kontext von Musiktheater als teuerster und aufwendigster Form darstellender Kunst besonders aufgeheizt geführt wird, soll im Zentrum dieser Ausgabe von ACT stehen.

Sie entsteht im Rahmen des am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth (fimt) angesiedelten gleichnamigen Forschungsprojekts, das der DFG- Forschergruppe Krisengefüge der Künste: Institutionelle Transformationsdynamiken in den darstellenden Künsten der Gegenwart angehört. Ausgehend von diesem Projekt stellt sich die Ausgabe weniger die Frage, wie reell dieser im Diskurs beschworene Krisenzustand tatsächlich ist. Vielmehr stehen Veränderungs- und Transformationsprozesse ästhetischer, organisationeller und letztlich institutioneller Art im Fokus, die durch diesen Diskurs überhaupt erst ausgelöst und angetrieben werden. In einem produktiven Verständnis von Krise als Innovationskatalysator und Antrieb von Wandlungsprozessen ist in diesem Zusammenhang von zentralem Interesse, mit welchen Veränderungen Musiktheater konfrontiert ist und/oder welche es selbst hervorbringt.

Mögliche Themengebiete aus Theorie und Praxis, aber gerade auch aus den Grenzbereichen, könnten sein:

  • Programmgestaltung: Kanon und Repertoire

  • Musiktheater außerhalb des Stadt- und Staatstheaters

  • Ästhetische Innovation und Regression

  • Zeitgenössisches Musiktheater und seine Herausforderungen

  • Personelle Umstrukturierungen und ihre Folgen: künstlerisches und nicht-künstlerisches Personal

  • Opernpublikum: z. B. Auswirkungen von Demografie

  • Musiktheater-Subvention und -Förderung im deutschsprachigen Raum:

    z. B. Verteilung, Beziehungen und Machtverhältnisse

  • Institutionskritische Aspekte

  • Musiktheater und Politik

    Die Zeitschrift lädt alle Autor*innen, die sich von dem Thema angesprochen fühlen, herzlich ein, sich an der Diskussion zu beteiligen. Erbeten werden zunächst Abstracts (max. 1800 Zeichen inkl. Leerzeichen), aus denen Forschungsfrage, Methodik und Quellen klar hervorgehen. Diese sind bis 15. Juli 2018 einzusenden. Die Abstracts werden in einem anonymisierten Peer-Review-Verfahren geprüft. Redaktionell unterstützte Sprache ist hauptsächlich Deutsch, aber auch Texte in englischer Sprache sind willkommen. Zudem ist ACT multimedial angelegt, was es ermöglicht, bei Bedarf audiovisuelle Medien ebenfalls einzubinden. Die vollständigen Beiträge, einzureichen bis 15. November 2018, sollten den Umfang von 45 000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten.

Bitte senden Sie Ihre Texte per Mail an ulrike.hartung(at)uni-bayreuth.de.

Hier können Sie den Call als PDF-Datei herunterladen


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